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Freitag, 16. Juni 2023

Tag 15 - Tschu Tschuuuuuu

 Herzlich Willkommen zu dieser Lesestunde,

 

zur Überraschung aller sind wir heute morgen wieder mal aufgestanden und haben tatsächlich auch wieder miteinander gefrühstückt. Heute konnten wir uns ein bisschen mehr Zeit lassen denn der Tagesordnungspunkt Nummer 1 des heutigen Tages hieß: Eisenbahn fahren mit der Oregon Coast Scenic Railroad von Garibaldi nach Rockaway Beach und zurück. Abfahrt war 10 Uhr und zwar eine Minute Fußweg entfernt von unserer heutigen Übernachtungsstelle. Wir waren pünktlich und die Eisenbahn war es auch so fuhren wir in gemächlichem Tempo entlang der Küste von Garibaldi nach Rockaway Beach. Für Jonas war es ein einmaliges Erlebnis denn es gab einen Wagon ohne alles (ohne Dach und Fenster), einen Wagon nur mir Dach und einen geschlossenen Wagon. Man konnte sich setzen wo man wollte und so probierte Jonas alle drei Varianten aus. Henrietta war nicht so begeistert und fand das alles recht langweilig. Bei Halbzeit in Rockaway Beach hatten wir 30 Minuten Aufenthalt und so kauften sich die anderen 3 ein Eis sowie ein paar neue Potschen für Jonas (seine alten haben wir irgendwo am Strand vergessen). Die Rückfahrt dauerte erstaunlicherweise genauso lang wie die Hinfahrt und so waren wir um 11.30 Uhr wieder in Garibaldi. Die Kinder tollten noch ein wenig auf dem nahegelegenen Spielplatz herum während ich das WOMO holte. Dann ging es los. Die erste Fahrt dauerte kaum 30 Sekunden dann hielten wir an einem Stand an der Straße, der Kirschen verkaufte. 15 Dollar sollte ein Schale kosten (vermutlich ein Pfund schwer) und Katha kaufte auch eine. Die Kirschen waren lecker aber die Preise sind schon echt heftig. Danach hielten wir noch zum Tanken und dann ging es aber wirklich ab auf die Piste. Nach einer Weile hielten wir beim Hug Point, südlich von Cannon Beach. Hier gibt es am Strand so etwas wie eine Höhle und einen kleinen Wasserfall. Katha und Hetti gingen dorthin während Jonas am Strand herumtollte und das sonnige Wetter genoss. Ich holte noch die Drohne und flog ein bisschen über die Bucht, den Strand und den besagten Wasserfall. Nach gut einer Stunde fuhren wir weiter, um ca. 30 Minuten später am Ecola State Park zu halten. Von dort hat man einen schönen Blick über die Küste und auf das Tillamook Lighthouse, welches vor der Küste auf einem Felsen erbaut wurde. Danach, es war bereits 15 Uhr, fuhren wir weiter. Es war noch ein recht weiter Weg bis zum Grayland Beach State Park in Washington, unserem heutigen Etappenziel. Wir fuhren die Küste hoch bis nach Astoria und überquerten dort nicht nur die Grenze von Oregon nach Washington sondern auch den mächtigen Columbia River. Kaum in Washington agekommen wurde das Wetter schlechter. Aus Sonnenschein wurde Bewölkung und irgendwann fing es auch an zu regnen. Typisches Wetter für den pazifischen Nordwesten. Es gibt ja auch nicht umsonst einen Regenwald hier oben. Gegen 18.30 Uhr kamen wir dann an unserem Zielort an, schlugen unsere Zelte auf und Katarina ging nochmal zum Strand. Danach gab es Eierkuchen zum Abendbrot denn beim Öffnen des Kühlschranks kamen uns die Eier entgegen und 6 Stück von denen gingen kaputt. Das Feuer haben wir heute nicht in Gang bekommen, die Holzscheite waren einfach zu groß und wir haben keine Axt. Katha ist mit den Kindern schon drinnen und ich geselle mich jetzt auch gleich dazu. Gute Nacht. 

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Donnerstag, 15. Juni 2023

Tag 14 - Zum Kotzen

 Guten Abend,

 

der heutige Tag sollte einer werden, der im Gedächtnis bleibt. Doch zuerst kamen Aufstehen und Frühstück. Heute mussten wir recht pünktlich raus, da wir 10 Uhr einen Termin in Depoe Bay zum Whale Watching hatten. Die Fahrt dorthin sollte ca. 30 Minuten dauern und da wir sehr pünktlich loskamen machten wir noch einen kurzen Fotostopp an einer Formation namens Devils Punchbowl. Hier hat der Teufel persönlich ein Loch in die Felsen geschlagen (vermutlich nachdem er die Wette um die Teufelsmauer verloren hatte) das sich bei Flut recht weit füllt und das man bei Ebbe betreten kann. Soviel Zeit hatten wir aber nicht und so ging es ohne weitere Stopps direkt nach Depoe Bay. Die Stadt mit dem weltweit kleinsten Hafen (so heißt es zumindest). In den Gewässern vor Depoe Bay lebt eine kleine Kolonie Grauwale, die im Frühjahr nicht weiter bis nach Alaska ziehen. Und so stehen die Chancen, hier einen Wal zu sehen sehr gut. Ich hatte bereits von Deutschland aus eine 1 ½ Stunden Tour in einem max. 6 Mann Boot gebucht auch weil ich ein Video bei Youtube gesehen habe, wie ein Wal ganz dicht an ein solches Boot heranschwimmt und ganz neugierig mit diesem zu spielen scheint. Die See war in diesem Video außerdem schön ruhig. Leider war dies heute nicht ganz der Fall. Das Wetter war an sich schon sehr schön, die Sonne schien und es wehte nur ein laues Lüftchen allerdings war die See nicht so ruhig wie in dem Video und so nahm das Unheil seinen Lauf. Etwas früher als gebucht legten wir gegen 9.50 Uhr im Hafen ab. Die Wasseroberfläche war dort spiegelglatt. Als wir dann durch die Hafenausfahrt hinaus auf das offene Meer fuhren änderten sich die Bedingungen schlagartig und es ging erstmal durch die Brandung weiter raus. Weiter draußen war es tatsächlich etwas ruhiger aber für meinen Magen war es immer noch viel zu wellig. Und so sahen wir ein oder zwei Fontänen und auch ein oder zweimal einen Rücken eines Wales bevor sich mein Magen dafür entschied, sich entleeren zu wollen...und zwar nicht auf die gewünschte Weise. Nach ca. 20 Minuten lag ich seitwärts auf dem Boden vor Katharina und den Kindern, mit der einen Hand umklammerte ich das Halteseil und mit der anderen Hand den Eimer. Irgendwann flehte ich den Kapitän des Bootes an er möge doch bitte wieder zurückfahren. Dann preschte er mit voller Power über die Wellen und nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren wohl nicht viel mehr als 5 – 10 Minuten) kamen wir wieder in den ruhigen Gewässern des Hafenbeckens an. Es war wirklich wie im Film. Ich kletterte auf allen Vieren aus dem Kahn auf den Steg und dann weiter bis auf die befestigte und damit nicht schwankende Straße. Gefühlt stand ich kurz vor dem Ableben aber ich bin dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Katharina wird die Geschichte gern so bestätigen. Ich hatte vor der ganzen Tortour eine Reisetablette genommen aber die gewünschte Wirkung blieb aus. Eine Bootsfahrt kommt mir jedenfalls so schnell nicht mehr in die Tüte. Danach musste ich mich erstmal etwas ausruhen auch weil ich innerlich immer noch Boot fuhr. Im WOMO legte ich mich erstmal aufs Bett und schlief ein wenig während Katha und Jonas nochmal durch den Hafen schlichen und ein paar Fotos schossen. Gegen 12 Uhr ging es mir wieder halbwegs gut und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. Es ging für uns mit einem Zwischenstopp an einem befahrbaren Strand zu dem Gebiet der „Three Capes“ (Cape Lookout, Cape Kiwanda und Cake Meares). Am Cape Meares besuchten wir den gleichnamigen Leuchtturm und machten einen kleinen Spaziergang. Die Kinder blieben währenddessen im WOMO. Die beiden waren heute im allgemeinen zu recht wenig zu gebrauchen, denn sie wollten weder laufen noch sonst irgendeiner Betätigung nachgehen. Im Anschluss fuhren wir nach Tillamook in die dort ansässige Creamery. Die Marke Tillamook ist ein den USA weitverbreitet und unter ihr wird vor allem Käse aber auch Joghurt und Eis vertrieben. Hier kann man Einblicke in die Käsefertigung erhalten und außerdem Eis, Pizza oder Hamburger essen sowie einem Fanartikelshop einen Besuch abstatten. Wir waren eigentlich nur wegen dem Eis dort...so wie viele viele andere Menschen an diesem Tag auch und so stellten wir uns an das Ende einer langen Schlange und warteten mehr als eine Stunde, um 4 mal 2 Kugeln Eis zu je 7 Doller zu erwerben. Die Kugeln waren ziemlich riesig, die Eissorten ungewöhnlich und es schmeckte ziemlich gut. Wenn mir heute morgen nicht schon einmal schlecht gewesen wäre so hätte mir das Eis durchaus den Rest geben können. Aber am Ende war alles Gut. Danach fuhren wir zu unserer heutigen Übernachtungsmöglichkeit, dem Old Mill RV Park in Garibaldi. Wir schlugen unsere Zelte auf, machten Abendbrot, Katha und Hetti gingen noch duschen und nun sitzen die Kinder wieder vor dem Sandmann und Katharina und Ich tippen an unseren Berichten. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Mittwoch, 14. Juni 2023

Tag 13 - Ab ins Aquarium

 Hallo liebe Lesenden,

 

über Aufstehen und Frühstück brauche ich ja wohl prinzipiell keine großen Worte mehr verlieren. Nach dem selbigen ging es für uns heute erstmal in die Sea Lion Cave. Hier hat man vor vielen Jahren einen Fahrstuhl in den Küstenfelsen gebaut, um den Menschen einen bequemen Zugang zu einer großen Höhle zu ermöglichen, in der eine große Anzahl von See-löwen zu Hause ist. In der Höhle selber hielten sich heute wieder nur rund ein halbes Dutzend Tiere auf. Der Rest, vor allem Muttertiere mit ihren Kindern tummelten sich auf einem Felsen seitlich des Höhleneingangs. Dies konnte man von einem Aussichtspukt gut beobachten. Auch eine große Anzahl von Cormoranen nennt diese Gegend ihre Heimat und von einem weiteren Aussichtspunkt konnte man diesen Vögeln ganz nahe kommen. Nachdem wir diesen ersten Höhepunkt „abgearbeitet“ hatten fuhren wir zu dem nur rund eine Meile entfernten Leuchtturm Heceta Head. Dieser ist sehr fotogen auf einem Landvorsprung gelegen und zieht jeden Tag viele Besucher an. Auch vom Fuße des Leuchtturms hat man einen sehr schönen Blick auf die umliegende Landschaft. Als Highlight des Tages stand heute das Oregon Coast Aquarium in Newport auf dem Programm. Gegen 14 Uhr begannen wir den Besuch und sahen neben einheimischen Lebewesen wie Fischen, Seesternen und anderen Tieren des pazifischen Nordwestens auch Bewohner von tropischen Korallenriffen wie Haie, Moränen und allerlei sonstiges Getier. Seelöwen gab es auch zu sehen genau wie Seeotter, Papageientaucher und Cormorane. Ein Touching Pool ermöglichte es den Kindern, Seesterne und Seeigel anzufassen. Eine sehr schöne Erfahrung für die beiden. Nach dem Aquarium ging es zuerst zum Yaquina Head, einem weiteren Leuchtturm an Oregons Küste. An Oregons Küste steht alle ca. 30 Meilen ein Leuchtturm, von denen jeder eine einzigartige Lichtsignatur hat (als Wiedererkennungs-symbol). Danach holten wir den Kindern erstmal beim Schachtelwirt und danach uns beim Thai etwas zu Essen. Nach einem kurzen Abstecher zum originalen Yaquina Head fuhren wir zu unserem heutigen Zielort, dem South Beach State Park mit dem gleichnamigen Campground. Wir richteten uns so gegen 19 Uhr ein und gingen danach nochmal kurz zum Strand. Die Sonne kam wie auf Befehl noch einmal hervor und die Kinder spielten nochmals am Strand und Wasser. Gegen 20 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zum WOMO. Dort sitzen wir nun, die Kinder schauen noch einen Sandmann und Katha und Ich tippen unsere Tagesberichte. Heute geht es etwas früher ins Bett als die letzten Tage weile wir morgen pünktlich um 10 Uhr in Depoe Bay zu einer Whalewatchingtour sein wollen. Möge das Meer nicht so rau sein. Gute Nacht

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Tag 12 - Sand wie Sand am Meer

Servus, Grüezi und Hallo,

 

nach einer wieder reichlich kühlen Nacht und einem gemeinsamen Frühstück ging es für uns als erstes nach Bandon. Dort besuchten wir zuerst den Aussichtspunkt auf „Devils Kitchen“ und gingen dort ein paar Minuten an den Strand. Danach führte uns unser Weg zu einem wenn nicht dem Wahrzeichen von Bandon...dem Facerock. Das ist ein Felsen inmitten des Ozeans, der wie das Gesicht einer Schönheit im Meer aussieht. Leider war es hier und an großen Teilen der Küste ziemlich neblig und die Schönheit war nur zu erahnen. So fuhren wir weiter zur Bandon Fish Hatchery in der Hoffnung, dort etwas frischen Fisch (am liebsten Lachs) zu ergattern aber die Teiche waren alle leer. Sie wurden vor nicht allzu langer Zeit geleert. So zogen wir unverrichteter Dinge ab und suchten uns in Bandon einen Fischladen. Dort erstanden wir einige Filets von der Steelhead Forelle und ein paar Shrimps sowie Seetang Salat. Danach ging es in ein nur ein paar Schritte entferntes Restaurant, welches Fish & Chips anbietet. Die anstehenden Menschen deuteten an, dass das Essen hier nicht schlecht sein kann und auch die Bewertungen im Internet waren durchweg positiv. Also ging es hinein, etwas bestellt und dann eine gute halbe Stunde gewartet. Wir hatten eine Box mit Kabeljau und eine Box mit Heilbutt. Der Fisch war schön knusprig frittiert und auch die Pommes waren sehr schön knusprig und schmackhaft. Dazu gab es noch Coleslaw bzw. Toast.

Eine Remoulade mit reichlich Knoblauch rundete das ganze ab. Es war alles sehr lecker wobei der Heilbutt insgesamt etwas fester aber auch aromatischer war. Die Kinder (vor allem Henrietta) haben sehr gut gegessen und es hätte am Ende sogar noch etwas mehr sein dürfen. Danach fuhren wir weiter gen Norden in Richtung Florence. Dabei kamen wir zwangsläufig am Oregon Dunes National Recreation Area vorbei. Einer riesigen Dünen- landschaft entlang der Küste von Oregon. Wir hielten am John Dellenback Dunes Trailhead und wanderten den kurzen Trail zu den Dünen. Die Kinder waren total fasziniert von diesen riesigen Sanddünen und tollten (zusammen mit uns) überschwänglich durch den Sand. Wir kletterten auf die höchste erreichbare Düne und machten einen Wettlauf wieder hinunter. Das war schon ein Spaß. Weiter ging es dann für uns zum Umpqua Lighthouse und zur Freude von Katha und Jonas, konnte man auch noch eine Führung durch den Leuchtturm buchen. Jonas war wenig bis gar nicht an den für ihn sowieso unverständlichen Ausführungen der Führerin interessiert. Für ihn zählte nur der Gang in bzw. auf den Leucht- turm. Erstmal im Leuchtturm angekommen zog es ihn nach oben und dort schummelte er sich in den Bereich der Linse wo sonst niemand hin darf. Da auch niemand anders dort war drückte die Führerin mal beide Augen zu. Dies war ein Abenteuer ganz nach Jonas´ Geschmack. Nun ging es für uns zum heutigen Etappenziel...dem Carl G. Washburn State Park und dem gleichnamigen Campground. Gegen 18.45 Uhr kamen wir an, bezogen wir unsere Site, schmissen den Grill an und grillten den heute erworbenen Fisch sowie die Garnelen. Ein durchaus leckeres Vergnügen. Eine paar Grillwürste hatten wir noch und auch diese landeten heute noch auf dem Grill. Jetzt sind wir gut gesättigt. Jonas und ich gingen noch im campgroundeigenen Duschhaus duschen und nach einem Sandmann geht es jetzt für uns alle ins Bett. Gute Nacht

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Dienstag, 13. Juni 2023

Tag 11 - Good Bye California

N´abend allerseits,

 

wie der Titel schon sagt verließen wir Kalifornien heute schon wieder. Nachdem der Bär in der letzten Nacht wohl doch nicht kam (obwohl...Katharina meinte irgendwann in der Nacht ein rumpeln draußen gehört zu haben) frühstückten wir erstmal gemeinsam (wie üblich). Danach fuhren wir erstmal ein paar Meilen nach Süden zu den „Trees of mystery“ einer ziemlichen Touristenfalle vor deren Eingang aber die riesige Figur von Paul Bunyan und seinem Ochsen Babe steht. Nach ein paar Fotos und einem obligatorischen Besuch im Giftshop fuhren wir wieder nach Norden (diese gute Stunde hätte wir uns eigentlich sparen können, fehlte sie doch hintenraus ein bisschen). Unser erstes Ziel war heute der Walmart in Crescent City. Wir mussten mal wieder unsere Vorräte auffüllen. Das Einkaufen mit Henrietta und Jonas in so einem Walart Supercenter gleicht einem Besuch in der Spielewelt im Hasseröder Ferienpark...die beiden drehen völlig frei und man ist kurz davor, den beiden den Hals umzudrehen. Spaß macht das nicht wirklich und die Leute gucken schon ab und zu ein wenig pickiert. Nachdem wir wieder 156 Dollar los waren ging es weiter in Richtung Brookings in Oregon. Dort suchten wir eine Dumpstation aus, um unsere Abwassertanks zu leeren. Auf dem Campingplatz der letzten Nacht war dies leiden nicht möglich. Die Daumstation lag im Harris Beach State Park und wir nutzten die Gelegenheit, mit den Kindern an den Strand zu gehen. Nachdem wir anfänglich das Gefühl hatten, es wäre doch ziemlich kühl merkten wir schnell, dass wir mit unseren dicken Klamotten overdressed waren. Die Kinder liefen plötzlich im Schlüpper rum und tollten im doch ziemlich kalten Pazifikwasser herum. Sie waren in ihrem Element und der Ärger der vergangenen Einkauftour war schnell vergessen. Gegen 16 Uhr machten wir uns dann langsam auf den Weg in Richtung unseres heutigen Etappenziels, des Cape Blanko Stateparks und des dazugehörigen Campgrounds. Hier sind wir im Prinzip nur einen Steinwurf vom Pazifik entfernt, allerdings sind noch einige Bäume dazwischen also sieht man das Wasser nicht. Zum Abendessen gab es heute mal wieder Hotdogs vom Grill. Auch vorm und beim Abendessen benahmen sich die Kinder wie aufgezogen und malten sich mit Ketchup rote Punkte ins Gesicht. Nachdem sich die beiden zum Malen in das WOMO zurückgezogen hatten beruhigten sich die Gemüter wieder. Katharina bearbeitete derweil ihr Fotos und ich kümmerte mich weiter um das Feuer. Ein paar Rehe nutzten die Gelegenheit und schauten sich neugierig nur ein paar Meter von uns um. Sie sind an den Menschen gewöhnt und haben nichts zu befürchten. Jetzt ist es auch schon fast wieder 22 Uhr und die Kinder schauen noch einen Sandmann. Gleich geht es ins Bett und Morgen warten dann hoffentlich wieder viele neue Abenteuer auf uns. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Montag, 12. Juni 2023

Tag 10 - Welcome to California

Bonjour,

 

Aufstehen und Frühstück überspringe ich heute mal. Heute ging es für uns nach Kalifornien, wenn auch nur für diese eine Übernachtung. Nach dem Frühstück fuhren wir erstmal bis Grants Pass, wo wir Benzin kauften. Danach ging es für uns zu den Oregon Caves in der Nähe der Grenze von Oregon und Kalifornien. Wir hatten uns noch nicht von zu Hause aus um eine Reservierung für eine Höhlentour gekümmert, da wir nicht wussten, ob Jonas die benötigte Körpergröße von 42 inch erreichen würde. Im Visitor Center in Cave Junction bemühten wir uns um einen zeitnahen Termin für eine Höhlenführung und bekamen diesen auch für 12.30 Uhr. Jonas war, Gott sei Dank, auch einen guten Zentimeter größer, als gefordert und so stand der Tour nichts mehr im Weg. Vom Visitor Center dauerte es noch einmal gut 40 Minuten bis zu der Cave. Dort zogen wir uns um (von kurzen zu langen Sachen, denn die Temperatur in der Höhle liegt bei konstant 7°C) und stärkten uns kurz (dabei aßen wir auch so gut wie alles Obst und Gemüse, da man dieses nicht nach Kalifornien einführen darf). Danach ging es auf die gebuchte Tour. Der Guide erklärte kurz ein paar Dinge und dann ging es ab in den Untergrund. Es ging erstmal entlang eines Baches und dann weiter hinein in den Berg. Es wurde viel erklärt und es war auch interessant. So schön und eindrucksvoll wie manch andere Höhlen hier in den USA, oder auch sonst wo, ist diese Höhle aber nicht. Nach gut 45 Minuten (es war Halbzeit) kamen wir an einer Ausgangsmöglichkeit vorbei und Jonas wollte diese auch nutzen da er sich „nicht mehr benehmen wollte“. Das Anfassen jeglicher Höhlenteile war strikt untersagt und Jonas konnte einfach seine Finger nicht von den Wänden lassen. So ging ich mit Jonas nach draußen zurück, während Katha und Hetti die Tour beendeten. Gegen 14 Uhr ging es zurück zum WOMO und nach einer weiteren kurzen Stärkung ging es weiter in Richtung Kalifornien. Unser nächstes Ziel war der Jeddediah Smith Redwood State Park. Dort fuhren wir zum Stout Grove und machten eine kleine Wanderung durch selbigen. Die riesigen Redwood Bäume sind immer wieder eine Reise wert. Da das Wetter noch sehr schön war, gingen wir bis zum Fluss wo sich die Kinder noch ein bisschen abkühlten. Als wir dort wegkamen war es schon fast 19 Uhr und unser heutiges Übernachts-ziel, der Mill Creek Campground noch eine gute halbe Stunde Fahrt entfernt. Gegen 19.30 Uhr erreichten wir diesen dann auch und schlugen unser Lager auf. Der Campground liegt teilweise idyllisch inmitten von Redwood Bäumen, es gibt keinen Strom- und Wasser- anschluss und man ist einfach nur von Natur umgeben. Die Vögel zwitschern, ein kleines Bächlein fließt direkt hinter unserem Stellplatz entlang und (wenn dich Kinder nicht immer so ein Theater machen würden) man genießt die himmlische Ruhe. Das Feuer knistert noch im Hintergrund, ein paar Marshmallows werden geröstet und der Bär lauert schon im Dickicht (ja, es gibt hier Bären, deshalb soll man nichts Essbares rumliegen lassen).

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es leckere Spaghetti mit Tomatensauce aus dem Glas zu Abendessen gab. Selten eine so leckere Fertigsauce gegessen. Jetzt geht es dann aber auch ins Bett. Morgen schicken wir uns an, die Küste Oregons zu erkunden. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Samstag, 10. Juni 2023

Tag 9 - Hot ist das neue Cool

Tachchen zusammen,

 

auch auf die Gefahr hin das es langweilig wird: auch der heutige Tag begann wieder mit dem Aufstehen und dem gemeinsamen Frühstück. Letzte Nacht am Diamond Lake war es A.... kalt. Ich bin so gegen 2 Uhr aufgewacht weil mir echt kalt war. Dann habe ich mir ein Sweatshirt übergezogen und noch eine Weile weitergeschlafen aber so richtig gemütlich war es nicht. Noch vor dem Wecker bin ich aufgestanden und habe erstmal die Heizung des WOMOs angeschmissen. Nach ein paar Minuten herrschten schon angenehmere Temperaturen in unserem fahrenden Wohnzimmer und auch die Sonne machte sich langsam auf, Wärme in unser Leben zu bringen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf in Richtung Toketee Falls. Diese Wasserfälle sind verhältnismäßig leicht zu erreichen und bieten einen spektakulären Blick auf den Umqua River. Diese Wasserfälle sind ein absolutes Muss für jeden, der in diese Gegend kommt. Die Temperaturen waren auch schon wieder deutlich freundlicher und so konnten wir die langen Jacken bzw. Sweatshirts in den Rucksack packen. 

Nach den Wasserfällen verschlug es uns noch zu den Umqua Hot Springs. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um heiße Quellen, die oberhalb des Umqua Rivers an die Oberfläche treten und dann über eine Reihe von terrassenförmig angelegten Pools bis nach unten in den Umqua River fließen. Am obersten und damit der austrittstelle nächsten Pool soll das Wasser so 44 °C warm sein und je weiter es nach unten fließt desto kühler wird es. An dem untersten von ca. 7 oder 8 Pools soll das Wasser noch ca. 29 °C haben. Die Kinder haben so ziemlich jeden Pool ausprobiert, haben es aber in den beiden untersten am längsten ausgehalten. Katharina und Ich hatten leider keine Badesachen dabei aber es war zum Zeitpunkt unseres Erscheinens auch recht voll insofern war alles gut. Nachdem wir uns dort eine Stunde lang aufgehalten haben ging es wieder zurück zum WOMO (Die Strecke vom Parkplatz bis zu den Pools war ca. 500m lang und stellenweise recht steil und holprig). Danach machten wir nochmal eine kurze Pause zur Stärkung und zum wiederholten Angelversuch bei dem auch diesmal nichts „hängenblieb“. Entlang des Rogue Umqua Oregon Scenic Byways ging es danach für uns langsam aber sicher bergab. Eigentlich hatten wir noch die Besichtigung eines weiteren Wasserfalls und einer Fish Hatchery geplant aber zum einen schlief Jonas relativ schnell nach den Hot Springs im Auto ein und zum anderen war die Hatchery verlassen und kein Fisch weit und breit zu sehen. Also fuhren wir unbeirrt weiter und kamen nach einiger Zeit nach Roseburg. Dort, so hatten wir es den Kindern versprochen, kehrten wir mal wieder beim Schachtelwirt (das goldene M) ein. Mich zog es zwar eher zu Taco Bell aber davon war in diesem Moment weit und breit nichts zu sehen. Gegen 18 Uhr kamen wir an unserem heutigen Nachtlager, dem Sunny Valley Campground direkt an der Interstate 5, an. Ein ganz netter Campground mit Spielplatz bei dem wir uns heute auf Grund mangelnder Nachfrage den Stellplatz aussuchen konnten. Wir bezogen den Stellplatz Nr. 1, der direkt neben dem Spielplatz und der noch aufgeblasenen Hüpfburg liegt. Die Kinder haben sich gleich spielerisch betätigt und wir haben erstmal ein bisschen Klarschiff gemacht. Danach ging es duschen und ein bisschen Wäsche waschen. Zum Abendessen verputzten wir eine große Menge an Obst und Gemüse da wir dieses am morgigen Sonntag nicht nach Kalifornien einführen dürfen. Während des Abendessens besuchten noch 2 Rehe den Campground, machten sich bei unserem Anblick aber schnell wieder vom Acker.

Jetzt wird es aber Zeit für die Heijabujesause denn morgen soll es für eine Nacht nach Kalifornien gehen bevor wir am Montag wieder zurück nach Oregon fahren. Gute Nacht.


Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Tag 22/23 - Good Bye USA - Hallo Deutschland

  Ein letztes Mal herzlich willkommen,   heute hieß es, endgültig Abschied zu nehmen. Zuerst konnten wir aber richtig ausschlafen denn der F...