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Sonntag, 25. Juni 2023

Tag 22/23 - Good Bye USA - Hallo Deutschland

 Ein letztes Mal herzlich willkommen,

 

heute hieß es, endgültig Abschied zu nehmen. Zuerst konnten wir aber richtig ausschlafen denn der Flieger sollte erst um 19 Uhr gehen. So standen wir erst irgendwann gegen oder nach 10 Uhr auf, die schauten noch TV und wir machten uns daran, den Koffern den finalen Inhalt zu verpassen. So gegen 11.30 Uhr checkten wir dann aus und hinterlegten unser Gepäck im Hotel, um ohne Ballast auf eine letzte Entdeckungstour durch Portland gehen zu können. Der erste Weg führte uns zum Pioneer Square, wo wir uns um eine Mischung aus Frühstück und Mittagessen (neudeutsch Brunch) bemühten. Für Jonas und Katharina bestellten wir Sandwiches mit Ei, für Henrietta bestellten wir einen Sushi-Burrito und ich bekam zum Schluss noch ein Reuben Sandwich. All dies verdrückten wir direkt auf dem Pioneer Square bei herrlichem Sonnenschein und musikalischer Untermalung eines DJs. Gegen 13 Uhr gingen wir auf die Suche nach einem Eisladen, der ganz in der Nähe sein sollte. Auf dem Weg dorthin blieben wir (vor allem die Kinder) am Director Park mit seinem Brunnen hängen. Henrietta und Jonas nutzten die Gelegenheit, ein letztes Mal halbnackt durch die Wasserfontänen zu springen, während wir das ganze Schauspiel von einem Schattenplatz beobachteten. Danach ging es zu besagtem Eisladen, der eine große Auswahl an Eissorten und Frozen Yoghurt aber eine noch viel größere Auswahl an Toppings für das Eis vorzuweisen hatte. Man kann sich hier fast alles in Selbstbedienung zusammenstellen. Bezahlt wird am Ende nach Gewicht. Dieses Eis sollte sozusagen der krönende Abschluss dieser Reise sein denn nun hieß es Koffer aus dem Hotel holen, die Kinder nochmals umziehen (Badeeinlage und Eis haben ihr Spuren hinterlassen) und dann ab zum Flughafen. Diesen wollten wir wieder mit der „Straßenbahn“ erreichen, wie schon in der anderen Richtung zu Beginn der Reise. Leider fuhr die Bahn auf Grund von Bauarbeiten am heutigen Tag nicht bis zum Airport durch und so mussten wir die letzten Stationen mit dem Bus (Stichwort: Schienenersatzverkehr) fahren. Gegen 16.30 Uhr kamen wir dann am Flughafen an und gingen dann sofort in Richtung Check in. Dort angekommen dauerte es auch nur ein paar Minuten bis wir und unser Gepäck eingecheckt waren. Der nächste Weg führte uns zur Sicherheitskontrolle wo es wiedermal hieß, sämtliche Technik aus den Rucksäcken zu nehmen, die Schuhe auszuziehen und auch die Gürtel, Uhren etc. abzulegen. Alles in allem ging auch das ziemlich fix und so dauerte es nicht lang und wir fanden uns am Abfluggate wieder. Die Sitzauswahl war zu diesem Zeitpunkt noch groß und so entschieden wir uns für eine Winkelkombination mit jeweils 2 Plätzen. Hier brachten wir die Zeit bis zum Boarding zu. Dies sollte sich allerdings als langwieriger als zunächst geplant herausstellen. Der Flieger aus Frankfurt kam mit ein paar Minuten Verspätung an und es sah so aus, dass alles nach Plan verlaufen sollte. Die Crew wollte auch bei Zeiten an Board, wurde aber wieder „aus ihrem Flugzeug geworfen“. Hintergrund war, dass die Reinigungstruppe länger brauchte als geplant und solange diese an Board sind, darf die Crew nicht an Board (dies ist so Gesetz in Oregon). So ging es mit dem Boarding erst gegen 19.15 Uhr, also 15 Minuten nach der ursprünglich geplanten Abflugzeit, los. Wie üblich zog sich die ganze Geschichte ziemlich hin und so hob die Maschine vom Typ Airbus A330-900 NEO erst kurz vor halb neun in Portland ab. Die Startphase verlief sehr geschmeidig und so machte sich die Crew als bald daran, den ersten Service vorzubereiten. Dies wurde allerdings von recht ordentlichen Turbulenzen gestoppt. Rund eine halbe Stunde lang flogen wir durch sehr sehr unruhige Luftschichten. Vom Gefühl her würde ich sagen das der Pilot auch versucht hat, diesen turbulenten Luftschichten durch Veränderung der Flughöhe entgegenzuwirken. Allerdings ohne großen Erfolg und so musste der Service noch einige Zeit warten. Gott sei dank war auch dieses Kapitel irgendwann geschlossen, die Luft war ruhig und glatt wie ein Kinderpopo und alles ging seinen gewohnten Gang. Nach dem der ganze Service etc. durch war wurde die Kabine abgedunkelt und der ruhige Teil des Fluges sollte beginnen. Aber weit gefehlt: die Durchsage das Kapitäns, dass es im hinteren Teil der Maschine einen medizinischen Notfall gäbe und die damit verbundene Frage, ob denn ein Arzt an Bord sei durchbrach die Stille (so still es an Bord eines Flugzeugs eben sein kann). Nur eine Reihe vor uns ging es einem Passagier gar nicht gut. Der Steward meinte sogar, ihn nicht mehr atmen zu hören aber die eiligst herbeigeilten Ärzte (es waren mindestens 2 und scheinbar auch noch anderes medizinisches Fachpersonal) stellten wohl, so haben wir es zumindest mitbekommen, fest, dass besagter Herr allem Anschein nach einen Zuckerschock hätte und behandelten ihn im durch Vorhänge abgetrennten hinteren Küchenbereich entsprechend. Nach einer ganzen Weile, wir hatten derweil weiter versucht, in irgendeiner verknoteten Körperhaltung etwas Schlaf zu erhaschen, lag der Mann dann quer über 3 Sitze (seine Frau saß auf Sitz 3 und der Sitz zwischen ihnen war glücklicherweise leer) und schlief. Es schien so, als sei er mit einem blauen Auge davon- gekommen zu sein. Der restliche Flug verlief nach Plan und wir setzten gegen 15.15 Uhr mit einer ¾ Stunde Verspätung in Frankfurt auf. Nun begann der sportliche Teil der Reise. Unser Zug nach Halle war für 16.41 Uhr geplant. Da wir mit Verspätung ankamen, war unser Gate schon wieder besetzt und wir mussten auf einer Außenposition parken. Nach ein paar Minuten konnten wir aussteigen und wurden mit einem Bus zum Terminal gebracht. Dort wartete als aller erstes die Passkontrolle auf uns. Diese konnten wir verhältnismäßig zügig hinter uns bringen, da ein Mitarbeiter des Flughafens immer mal eine Abkürzung für Familien mit Kindern zu einem speziellen Schalter öffnete. Danach hieß es: nächste Station Baggage claim und hier liegt er ja bekanntlich: der Hase im Pfeffer. Dort angekommen war es ca. 16 Uhr...also noch 40 Minuten bis zur Abfahrt des Zuges. Ein paar Minuten später ging das Karoussel an und die ersten Koffer kamen aus den Tiefen des Airports wieder ans Licht. Von unseren Koffern allerdings erstmal keine Spur und so verrannten die Minuten.Dann, gegen 16.20 Uhr kam der pinke Koffer von Henrietta und kurze Zeit später kamen auch die Koffer von Katha und von mir. Nun fehlte nur noch der grüne Koffer von Jonas und dieser kam gegen 16.27 Uhr zurück ans Tageslicht. Jetzt hieß es für uns: Beine in die Hand nehmen und in 14 Minuten den Weg vom Baggage claim bis zum Bahnsteig 6 des Fernbahnhofs zurückzulegen. Zusammen mit 2 Kindern und insgesamt 4 Koffern eine ziemlich sportliche Angelegenheit. Um die Sache kurz zu machen: ICE und wir kamen zeitgleich am Bahnsteig an. Wir mussten nur noch den richtigen Wagen (Wagen 9) suchen und einsteigen. Die Plätze waren Gott sei Dank für uns reserviert und so setzten wir uns verschwitzt aber glücklich hin. Die 3 Stunden bis Halle vergingen wie im Flug (kleines Wortspiel). In Halle wartetet dann die nächste sportliche Herausforderung auf uns...eine Umsteigezeit von geplant 10 Minuten welche sich durch 3 Minuten Verspätung auf 7 Minuten reduzierten. Es hieß also wieder: Beine in die Hand nehmen und Treppe runter, durch den halben Bahnhof und dann Treppe wieder hoch zum Abellio nach Wernigerode. Auch diese Herausforderung meisterten wir mit Bravour und so stand einer planmäßigen Ankunft in Wernigerode um 21.20 Uhr nichts mehr im Weg. Vom Bahnhof aus ging es nach Hause wo wir erstmal wieder „ankommen“ müssen.

Ein Fazit zu diesem Urlaub folgt in den nächsten Tagen. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas




 

Donnerstag, 22. Juni 2023

Tag 21 - Good Bye WOMO

Hola,

 

heute war es leider soweit. Wir mussten das WOMO an seinen Besitzer zurückgeben. Katharina und Ich hatten uns den Wecker auf 7 Uhr gestellt um noch die letzten verbliebenen Restarbeiten zu erledigen. Gestern Abend mussten wir noch feststellen, dass der Greywater Tank (Das Wasser aus Waschbecken und Spüle) randvoll war (das Wasser drückte schon aus dem Abfluss des Duschbeckens) und so mussten wir die letzten Reinigungsarbeiten vorm finalen Dumpen mit etwas Vorsicht angehen. Glücklicherweise gab es vor Ort eine Dumpstation und so fuhren wir gegen 9 Uhr zuerst dorthin, um die Abwassertanks ein letztes Mal zu leeren. Danach hieß es noch einmal Benzin und Propan tanken. Als letztes auf unserer Liste vor der Abgabe des WOMOs stand ein Besuch bei einem lokalen Goodwill Store um unsere erst vor gut 2 Wochen erworbenen Kindersitze zu spenden. Leider wollten sie die Sitze aus irgendwelchen Gründen nicht haben und so nahmen wir sie mit zur Cruise America Station. Dort trafen wir auf eine Gesellschaft, die gerade ein U-Haul Fahrzeug belud. Diese nahmen die Kindersitze und die restlichen Hinterlassenschaften gern. Wahrscheinlich werden sie die Dinger zu Geld machen denn sie sahen nicht so aus als wenn sie Kinder im entsprechenden Alter hätten. Aber egal...wir waren den Krempel los. Die Rückgabe an sich war sehr entspannt und unkompliziert. Uns wurde auch ein Taxi gerufen, da wir ja den Transfer schon mitgebucht hatten. Witzigerweise kam der gleiche Taxifahrer, der uns schon vor 2 ½ Wochen zu Cruise America brachte. Er brachte uns wieder zum „Heathman Hotel“ in die Innenstadt von Portland. Da wir gegen Mittag dort ankamen, war unser Zimmer noch nicht fertig und wir mussten eine gute Stunde darauf warten. Als es dann doch endlich auf das Zimmer gehen konnte duschte ich erstmal ausgiebig und Katha sortierte nochmal ein paar Klamotten hin und her. Gegen 15.30 Uhr, die Kinder schrien verständlicherweise nach etwas zu Essen, gingen wir ein paar Blocks weiter, um bei einem vietnamesischen Streetfood Restaurant zu essen. Das Essen war sehr lecker und Katharina hat sich doch fast überf.....en.

Jetzt sind wir wieder im Hotel und möglicherweise wird heute nicht mehr viel gehen. Katharina schaut Fernsehen und die Kinder vertreiben sich mit IPad und IPhone die Zeit. Sollte sich noch etwas erwähnenswertes ereignen, werde ich dies selbstverständlich nachreichen. Morgen geht es wieder zurück nach Deutschland. Der Flug geht erst um 19 Uhr und so haben wir noch bis zum Nachmittag Zeit, Portland unsicher zu machen. Aber zuerst werden wir wohl mal wieder richtig ausschlafen. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas






 

Tag 20 - Märchenhafte Preise

Mahlzeit alle Miteinander,

 

heute war der letzte komplette Tag für uns und unser WOMO. Nach dem nicht so frühen Aufstehen und Frühstück fuhren wir zum „Enchanted Forest“ in der Nähe von Salem. Dies ist ein Themenpark der sich den klassischen Märchen aber auch den Geschichten des wilden Westens und des Mittalters verschrieben hat. Gegen 11 Uhr waren wir vor Ort und ließen gleich erstmal 94 Dollar an der Tageskasse (Erwachsene je 25 und Kinder je 22 Dollar). Dann ging es durch die Kulissen der verschiedensten, auch und vor allem in Deutschland bekannter, Märchen. Von Schneewittchen und den sieben Zwergen über Hänsel & Gretel bis zu Schneeweißchen und Rosenrot war alles dabei. Dann kam eine kleine Westernstadt mit Saloon, Jail und allen möglichen anderen Sehenswürdigkeiten. Zum Schluss kam nach das Mittelalter mit verschiedensten Sehenswürdigkeiten wie Kerker, Bäcker oder Taverne. Zwischendurch gab es das eine oder andere Fahrgeschäft (die Kinder fuhren Autoscooter, Wasserscooter, Riesenrad und alle zusammen fuhren wir in einem Baumstamm eine Wasserbahn mit großen Splash zum Ende entlang). Für jedes dieser Fahrgeschäfte musste man nochmals separat bezahlen. Dies geschah mittels eines bzw. mehrerer „Tickets“, die man an diversen Häuschen in beliebiger Anzahl kaufen konnte. Ein Ticket kostete einen Dollar und am Ende hatten wir noch Tickets im Wert von 54 Dollar erworben und auch verfahren. Solche Highlights lassen sie sich hier in den Staaten gut bezahlen. Gegen 14 Uhr waren wir fertig und fuhren zuerst zum nächstgelegenen Walmart um noch ein Mitbringsel zu kaufen und danach nochmal zum Schachtelwirt. Gegen 16 Uhr ging es dann zum letzten Etappenziel dieser Rundfahrt, der Champoeg State Heritage Area etwas südlich von Portland, direkt am Willamette River gelegen. Hier gibt es einen sehr schönen und gepflegten Campground mit einem Wasserspielplatz und auch sonst sehr viel Platz zum spazieren oder Fahrrad fahren. Fast den ganzen restlichen Abend (bis auf eine Stunde Spaziergang inkl. Spielplatz) waren wir mit Aufräumen, Saubermachen und Sachenpacken beschäftigt. Einige Reste wurden vernichtet bzw. in den Müll geworfen und auch sonst machten wir klar Schiff. Zum Ausklang gab es noch ein Gläschen Wein und gegen 23 Uhr war dann für alle Schicht im Schacht. 

Gute Nacht. 

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Dienstag, 20. Juni 2023

Tag 19 - Dejavu

 Hallo zusammen,

 

der ursprüngliche Plan für heute sah vor, von unserem Übernachtungsort aus in die Columbia River Gorge zu fahren um dort mindestens die Multnomah Falls zu besuchen. Nach reichlicher Überlegung und auf Grund der Erfahrung der letzten Tage haben wir dieses Plan aber begraben und sind nach dem Aufstehen und dem gemeinsamen Frühstück erstmal durch Portland durch bis nach Woodburn gefahren. Dort, der aufmerksame Leser wird sich erinnern, haben wir den ersten Einkauf nach der Übernahme des WOMO gemacht. Heute war es ein vergleichsweise kleiner Einkauf der wiederrum mit einem Mittagessen beim Schachtelwirt endete. Auch das Ziel der heutigen Etappe war dasselbe wie noch vor gut 2 Wochen, der Silver Falls State Park. Dort gegen 14 Uhr angekommen machten wir uns auf den Weg, den noch verbliebenen hinterlaufbaren Wasserfall zu erkunden. Die Runde war ca. 2,6 Meilen lang und die Kinder waren erst nicht wirklich angetan von der Idee, heute noch laufen zugehen. Während des Laufens war es aber teilweise sehr schön, teilweise aber auch wieder sehr anstrengend mit den beiden. Am Ende gab es wieder ein Eis und gegen 17.30 Uhr fanden wir uns auf demselben Campground wie vor 2 Wochen wieder, nur das der Spot ein anderer ist. Zum Abendessen gab es Lachs und Hotdogs. Jetzt werden noch Marshmallows gegrillt und ein Glas Wein vertilgt. Die kommende Nacht wird vermutlich wieder recht frisch werden und morgen ist dann der letzte vollständige Tag für uns und das WOMO. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Montag, 19. Juni 2023

Tag 18 - Bitte gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen

Hallo zusammen,

 

über den heutigen Tag gibt es relativ wenig zu berichten. Wenn es vorgestern eine Überführungsetappe war dann war es heute die Mutter aller Überführungsetappen. Vom Hoh Rainforest fuhren wir heute fast bis nach Portland und das eine ganze Weile nur über die Interstate 5. Heute morgen ging es nach einer wirklich frostigen Nacht gegen 9.30 Uhr im Hoh Rainforest los. Nach einem letzten Stopp am Ruby Beach (Hier verabschiedeten wir uns vom Pazifik) ging es zuerst zurück nach Aberdeen, wo wir Benzin und Propan kauften und dann weiter bis nach Elma, wo wir an einer kleinen Imbissbude Namens „Smittys In & Out“ zu Mittag aßen. Es war eine dieser kleinen Hütten die, wenn sie Räder hätten, ein Foodtruck geworden wären. Es war lecker und sättigend. Was will man mehr. Danach ging es ohne Unterbrechung zu unserem heutigen Etappenziel, dem Columbia Riverfront RV Park in Woodland, WA. Hier schlugen wir kurz nach 17 Uhr auf und bezogen unseren Stellplatz mit unverbautem Blick auf den Columbia River. Wir haben schon schlechter gestanden in den vergangenen Tagen. Die Kinder spielten erstmal noch ein bisschen am „Strand“, bevor ich zuerst alleine und danach nochmal mit Hetti duschen ging. Nach dem Abendessen mit Grillwurst, Bohnen, Mais und Salat ging es für die Kinder nochmals an den „Strand“, wo sich vor allem Jonas nochmal standesgemäß einsaute. Jetzt ist es mittlerweile so dunkel, dass der Fluss kaum noch als solcher zuerkennen ist. Ich beende jetzt die letzten Zeilen des heutigen Posts und dann geht es mal wieder in die Heija. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Sonntag, 18. Juni 2023

Tag 17 - REGENWald

 Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der heutige Blogpost kommt aus dem, wie soll es anders sein, verregneten Hoh Rainforest im Olympic National Park. But first things first.

Heute morgen ließen wir es bewusst ruhig angehen denn es standen heute nur 12 Meilen auf dem Plan. Wir standen erst gegen 9 Uhr auf, machten dann Frühstück und bis alles erledigt war war es schon nach 11 Uhr. Wir fuhren dann also am Hard Rain Cafe los mit der Zielsetzung, in einer guten ¼ Stunde auf unserem Spot des Campingplatzes zu stehen. Soweit die Theorie. Nach gut 5 gefahrenen Meilen mussten wir plötzlich anhalten...Stau. Die Parkplätze im Hoh Rainforest waren schon besetzt und so ließ man nur Autos rein wenn auch welche rausfuhren. Laut den Schildern an der Straße sollte man sich auf bis zu 2 Stunden Wartezeit einstellen. Am Ende waren es knapp 1 ½ Stunden und Gott sei Dank hatten wir ja eine Reservierung für den Campingplatz, mussten also keinen Parkplatz suchen. Diese waren nämlich spärlich gesät. Wir richteten uns ein (heute ohne Strom, Wasser und Abwasser- anschluss....der Profi nennt das wohl Drycamping) und machten dann erstmal Mittagessen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße aus dem Glas (die Soße war wiedermal ziemlich lecker) und zum Nachtisch einen Joghurt. Danach war, ob der anstrengenden Anreise ;-) erstmal eine Mittagspause angesagt. In der Zwischenzeit hatte es zu regnen begonnen und machte auch nicht den Anschein, heute nochmal aufhören zu wollen. Gegen 15 Uhr machten wir uns, trotz Henriettas Gegenwehr, auf den Weg, mindestens den Spruce Trail vielleicht auch den Hall of Mosses Trail zu laufen. Beide Trails sind Rundwege und jeweils ca. 1 Meile lang. Also keine allzu große Herausforderung. Im stetigen Regen liefen wir den Spruce Trail, Jonas nahm so ziemlich jede Pfütze mit die er kriegen konnte, und genossen den Regenwald. Am Ende war Jonas schon ziemlich durch mit der Sache und auch Hetti wollte den zweiten Trail nicht mehr laufen. So ging Katha den Hall of Mosses Trail allein während ich mit den beiden Rackern zum WOMO zurückging. Dort entledigten wir uns erstmal der nassen Klamotten und während die Kinder ein bisschen spielten suchte ich verzweifelt Plätze, die nassen Klamotten auch halbwegs sinnvoll aufzuhängen. Als Katha zurückkam graste gerade eine Reh gleich neben unserem WOMO und ließ sich weder von uns noch irgendjemand anderem stören. Die Tiere wissen, dass sie hier nichts vom Menschen zu befürchten haben. Es gab noch einen Kaffee für Katha und eine Tee für mich bevor sich die Kinder wieder etwas mit dem Ipad beschäftigten. Gegen 18 Uhr hatte der Regen erstmal aufgehört und ich machte mich daran, das Feuer zum laufen zu kriegen aber das Feuerholz schien irgendwie noch nicht so richtig trocken zu sein. Es brannte irgendwann und wir konnten ein paar Würstchen und die restlichen Nudeln von Mittagessen darüber aufwärmen, aber für Marshmallows reichte es dann nicht mehr. Wir versuchten den Kindern, etwas Pantomime aus dem Kreuze zu leiern (die beiden sind immer so laut und überdreht) aber auch das war nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Die Tiefsttemperaturen für heute Nacht sind mit 4 Grad angekündigt. Das wird also wieder eine recht fröstliche Nacht. Da wir auch keinen Stromanschluss haben, ein Generatorbetrieb hier im Nationalpark nicht erwünscht ist und unser Gasvorrat auch bald zur Neige geht haben wir keine Möglichkeit, die Heizung im WOMO anzuschmeißen. Wir müssen uns wohl einfach ein bisschen dicker für die Nacht anziehen. Die Kinder hören noch ein bisschen Anne Kaffeekanne aber Jonas ist mittlerweile eingeschlafen. Die Musik ist gleich zu Ende und dann werden wir uns alle bettfertig machen. Morgen gibt es wieder eine Überführungsetappe (die längste Tagestour mit über 220 Meilen) und deshalb wollen wir recht pünktlich los. Es war sehr schön hier im Hoh Rainforest aber wir hätten diesen Punkt vielleicht zu Gunsten von mehr Zeit an der Küste Oregons streichen sollen. Hinterher ist man halt immer schlauer. Also Gute Nacht und bis Morgen. 

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Samstag, 17. Juni 2023

Tag 16 - HoHoHo

 Mahlzeit zusammen,

 

den heutigen Tag würde man im Radsport als sogenannte Überführungsetappe bezeichnen denn heute ging es ohne große Zwischenstopps und Höhepunkte zum Hoh Rainforest. Nach dem etwas späteren Aufstehen und dem gemeinsamen Frühstück ging es vom Grayland Beach State Park zuerst in Richtung Aberdeen, wo der lokale Safeway angesteuert wurde. Wieder einmal wurden von uns einige Lebensmittel und Feueranzünder käuflich erworben. Schnell und ohne Mühe kamen ca. 75 Dollar zusammen. Nach dem Einkauf fuhren wir eine ganze Weile so vor uns in bis wir das Schild zur Quinault Fish Hatchery sahen. Nach kurzer Onlinerecherche wurde die Entscheidung gefällt, dort hinzufahren. Wir waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen Besucher. Nach einem kurzen Besuch des Visitor Centers gingen wir an die Aufzuchtbecken und in einigen von ihnen schwammen abertausende von kleinen Lachsen. Es stand etwas Fischfutter bereit und so fütterten die Kinder die zahlreichen Fische ausgiebig. Das Wasser schien förmlich zu brodeln, als das Fischfutter hineingeworfen wurde. Dies war ein ausgesprochener Spaß für die Kinder. Danach fuhren wir weiter und Hunger machte sich breit. Gegen 14.45 Uhr hielten wir am „Quinault Internet Cafe“, welches direkt an der Straße gelegen war. Dort genossen wir eine Quesadilla samt Zubehör (Ich), einen Avocado Bacon Burger (Katha) und jeweils einmal Fish & Chips (die Kinder) wobei diese ihre Portionen nicht schafften und wir einen Doggybag anforderten. Danach ging es, unterbrochen durch einen Stopp am Kalaloch Beach, direkt ins Hard Rain Cafe in der Nähe des Eingangs zum Olympic National Park (Hoh Rainforest), wo wir unsere heutige Übernachtung gebucht hatten. Hier haben wir uns erstmal häuslich eingerichtet, Katha und Hetti waren duschen und gemeinsam haben wir dann das Feuer zum laufen bekommen. Jetzt sitzen wir draußen an selbigem und schreiben an unseren Texten. Jonas tänzelt immer mal ums Feuer und macht Dummheiten während Hetti noch im WOMO am Ipad daddelt. Morgen stehen nur ein paar Meilen Fahrt auf dem Programm denn wir wollen nur in den Hoh Rain Forest fahren, dort ein bisschen wandern und dort auch die Nacht verbringen. Es wird also hoffentlich alles ein bisschen ruhiger und gemütlicher. Für heute soll es das erstmal gewesen sein. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas












 

Freitag, 16. Juni 2023

Tag 15 - Tschu Tschuuuuuu

 Herzlich Willkommen zu dieser Lesestunde,

 

zur Überraschung aller sind wir heute morgen wieder mal aufgestanden und haben tatsächlich auch wieder miteinander gefrühstückt. Heute konnten wir uns ein bisschen mehr Zeit lassen denn der Tagesordnungspunkt Nummer 1 des heutigen Tages hieß: Eisenbahn fahren mit der Oregon Coast Scenic Railroad von Garibaldi nach Rockaway Beach und zurück. Abfahrt war 10 Uhr und zwar eine Minute Fußweg entfernt von unserer heutigen Übernachtungsstelle. Wir waren pünktlich und die Eisenbahn war es auch so fuhren wir in gemächlichem Tempo entlang der Küste von Garibaldi nach Rockaway Beach. Für Jonas war es ein einmaliges Erlebnis denn es gab einen Wagon ohne alles (ohne Dach und Fenster), einen Wagon nur mir Dach und einen geschlossenen Wagon. Man konnte sich setzen wo man wollte und so probierte Jonas alle drei Varianten aus. Henrietta war nicht so begeistert und fand das alles recht langweilig. Bei Halbzeit in Rockaway Beach hatten wir 30 Minuten Aufenthalt und so kauften sich die anderen 3 ein Eis sowie ein paar neue Potschen für Jonas (seine alten haben wir irgendwo am Strand vergessen). Die Rückfahrt dauerte erstaunlicherweise genauso lang wie die Hinfahrt und so waren wir um 11.30 Uhr wieder in Garibaldi. Die Kinder tollten noch ein wenig auf dem nahegelegenen Spielplatz herum während ich das WOMO holte. Dann ging es los. Die erste Fahrt dauerte kaum 30 Sekunden dann hielten wir an einem Stand an der Straße, der Kirschen verkaufte. 15 Dollar sollte ein Schale kosten (vermutlich ein Pfund schwer) und Katha kaufte auch eine. Die Kirschen waren lecker aber die Preise sind schon echt heftig. Danach hielten wir noch zum Tanken und dann ging es aber wirklich ab auf die Piste. Nach einer Weile hielten wir beim Hug Point, südlich von Cannon Beach. Hier gibt es am Strand so etwas wie eine Höhle und einen kleinen Wasserfall. Katha und Hetti gingen dorthin während Jonas am Strand herumtollte und das sonnige Wetter genoss. Ich holte noch die Drohne und flog ein bisschen über die Bucht, den Strand und den besagten Wasserfall. Nach gut einer Stunde fuhren wir weiter, um ca. 30 Minuten später am Ecola State Park zu halten. Von dort hat man einen schönen Blick über die Küste und auf das Tillamook Lighthouse, welches vor der Küste auf einem Felsen erbaut wurde. Danach, es war bereits 15 Uhr, fuhren wir weiter. Es war noch ein recht weiter Weg bis zum Grayland Beach State Park in Washington, unserem heutigen Etappenziel. Wir fuhren die Küste hoch bis nach Astoria und überquerten dort nicht nur die Grenze von Oregon nach Washington sondern auch den mächtigen Columbia River. Kaum in Washington agekommen wurde das Wetter schlechter. Aus Sonnenschein wurde Bewölkung und irgendwann fing es auch an zu regnen. Typisches Wetter für den pazifischen Nordwesten. Es gibt ja auch nicht umsonst einen Regenwald hier oben. Gegen 18.30 Uhr kamen wir dann an unserem Zielort an, schlugen unsere Zelte auf und Katarina ging nochmal zum Strand. Danach gab es Eierkuchen zum Abendbrot denn beim Öffnen des Kühlschranks kamen uns die Eier entgegen und 6 Stück von denen gingen kaputt. Das Feuer haben wir heute nicht in Gang bekommen, die Holzscheite waren einfach zu groß und wir haben keine Axt. Katha ist mit den Kindern schon drinnen und ich geselle mich jetzt auch gleich dazu. Gute Nacht. 

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Donnerstag, 15. Juni 2023

Tag 14 - Zum Kotzen

 Guten Abend,

 

der heutige Tag sollte einer werden, der im Gedächtnis bleibt. Doch zuerst kamen Aufstehen und Frühstück. Heute mussten wir recht pünktlich raus, da wir 10 Uhr einen Termin in Depoe Bay zum Whale Watching hatten. Die Fahrt dorthin sollte ca. 30 Minuten dauern und da wir sehr pünktlich loskamen machten wir noch einen kurzen Fotostopp an einer Formation namens Devils Punchbowl. Hier hat der Teufel persönlich ein Loch in die Felsen geschlagen (vermutlich nachdem er die Wette um die Teufelsmauer verloren hatte) das sich bei Flut recht weit füllt und das man bei Ebbe betreten kann. Soviel Zeit hatten wir aber nicht und so ging es ohne weitere Stopps direkt nach Depoe Bay. Die Stadt mit dem weltweit kleinsten Hafen (so heißt es zumindest). In den Gewässern vor Depoe Bay lebt eine kleine Kolonie Grauwale, die im Frühjahr nicht weiter bis nach Alaska ziehen. Und so stehen die Chancen, hier einen Wal zu sehen sehr gut. Ich hatte bereits von Deutschland aus eine 1 ½ Stunden Tour in einem max. 6 Mann Boot gebucht auch weil ich ein Video bei Youtube gesehen habe, wie ein Wal ganz dicht an ein solches Boot heranschwimmt und ganz neugierig mit diesem zu spielen scheint. Die See war in diesem Video außerdem schön ruhig. Leider war dies heute nicht ganz der Fall. Das Wetter war an sich schon sehr schön, die Sonne schien und es wehte nur ein laues Lüftchen allerdings war die See nicht so ruhig wie in dem Video und so nahm das Unheil seinen Lauf. Etwas früher als gebucht legten wir gegen 9.50 Uhr im Hafen ab. Die Wasseroberfläche war dort spiegelglatt. Als wir dann durch die Hafenausfahrt hinaus auf das offene Meer fuhren änderten sich die Bedingungen schlagartig und es ging erstmal durch die Brandung weiter raus. Weiter draußen war es tatsächlich etwas ruhiger aber für meinen Magen war es immer noch viel zu wellig. Und so sahen wir ein oder zwei Fontänen und auch ein oder zweimal einen Rücken eines Wales bevor sich mein Magen dafür entschied, sich entleeren zu wollen...und zwar nicht auf die gewünschte Weise. Nach ca. 20 Minuten lag ich seitwärts auf dem Boden vor Katharina und den Kindern, mit der einen Hand umklammerte ich das Halteseil und mit der anderen Hand den Eimer. Irgendwann flehte ich den Kapitän des Bootes an er möge doch bitte wieder zurückfahren. Dann preschte er mit voller Power über die Wellen und nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren wohl nicht viel mehr als 5 – 10 Minuten) kamen wir wieder in den ruhigen Gewässern des Hafenbeckens an. Es war wirklich wie im Film. Ich kletterte auf allen Vieren aus dem Kahn auf den Steg und dann weiter bis auf die befestigte und damit nicht schwankende Straße. Gefühlt stand ich kurz vor dem Ableben aber ich bin dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Katharina wird die Geschichte gern so bestätigen. Ich hatte vor der ganzen Tortour eine Reisetablette genommen aber die gewünschte Wirkung blieb aus. Eine Bootsfahrt kommt mir jedenfalls so schnell nicht mehr in die Tüte. Danach musste ich mich erstmal etwas ausruhen auch weil ich innerlich immer noch Boot fuhr. Im WOMO legte ich mich erstmal aufs Bett und schlief ein wenig während Katha und Jonas nochmal durch den Hafen schlichen und ein paar Fotos schossen. Gegen 12 Uhr ging es mir wieder halbwegs gut und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. Es ging für uns mit einem Zwischenstopp an einem befahrbaren Strand zu dem Gebiet der „Three Capes“ (Cape Lookout, Cape Kiwanda und Cake Meares). Am Cape Meares besuchten wir den gleichnamigen Leuchtturm und machten einen kleinen Spaziergang. Die Kinder blieben währenddessen im WOMO. Die beiden waren heute im allgemeinen zu recht wenig zu gebrauchen, denn sie wollten weder laufen noch sonst irgendeiner Betätigung nachgehen. Im Anschluss fuhren wir nach Tillamook in die dort ansässige Creamery. Die Marke Tillamook ist ein den USA weitverbreitet und unter ihr wird vor allem Käse aber auch Joghurt und Eis vertrieben. Hier kann man Einblicke in die Käsefertigung erhalten und außerdem Eis, Pizza oder Hamburger essen sowie einem Fanartikelshop einen Besuch abstatten. Wir waren eigentlich nur wegen dem Eis dort...so wie viele viele andere Menschen an diesem Tag auch und so stellten wir uns an das Ende einer langen Schlange und warteten mehr als eine Stunde, um 4 mal 2 Kugeln Eis zu je 7 Doller zu erwerben. Die Kugeln waren ziemlich riesig, die Eissorten ungewöhnlich und es schmeckte ziemlich gut. Wenn mir heute morgen nicht schon einmal schlecht gewesen wäre so hätte mir das Eis durchaus den Rest geben können. Aber am Ende war alles Gut. Danach fuhren wir zu unserer heutigen Übernachtungsmöglichkeit, dem Old Mill RV Park in Garibaldi. Wir schlugen unsere Zelte auf, machten Abendbrot, Katha und Hetti gingen noch duschen und nun sitzen die Kinder wieder vor dem Sandmann und Katharina und Ich tippen an unseren Berichten. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Mittwoch, 14. Juni 2023

Tag 13 - Ab ins Aquarium

 Hallo liebe Lesenden,

 

über Aufstehen und Frühstück brauche ich ja wohl prinzipiell keine großen Worte mehr verlieren. Nach dem selbigen ging es für uns heute erstmal in die Sea Lion Cave. Hier hat man vor vielen Jahren einen Fahrstuhl in den Küstenfelsen gebaut, um den Menschen einen bequemen Zugang zu einer großen Höhle zu ermöglichen, in der eine große Anzahl von See-löwen zu Hause ist. In der Höhle selber hielten sich heute wieder nur rund ein halbes Dutzend Tiere auf. Der Rest, vor allem Muttertiere mit ihren Kindern tummelten sich auf einem Felsen seitlich des Höhleneingangs. Dies konnte man von einem Aussichtspukt gut beobachten. Auch eine große Anzahl von Cormoranen nennt diese Gegend ihre Heimat und von einem weiteren Aussichtspunkt konnte man diesen Vögeln ganz nahe kommen. Nachdem wir diesen ersten Höhepunkt „abgearbeitet“ hatten fuhren wir zu dem nur rund eine Meile entfernten Leuchtturm Heceta Head. Dieser ist sehr fotogen auf einem Landvorsprung gelegen und zieht jeden Tag viele Besucher an. Auch vom Fuße des Leuchtturms hat man einen sehr schönen Blick auf die umliegende Landschaft. Als Highlight des Tages stand heute das Oregon Coast Aquarium in Newport auf dem Programm. Gegen 14 Uhr begannen wir den Besuch und sahen neben einheimischen Lebewesen wie Fischen, Seesternen und anderen Tieren des pazifischen Nordwestens auch Bewohner von tropischen Korallenriffen wie Haie, Moränen und allerlei sonstiges Getier. Seelöwen gab es auch zu sehen genau wie Seeotter, Papageientaucher und Cormorane. Ein Touching Pool ermöglichte es den Kindern, Seesterne und Seeigel anzufassen. Eine sehr schöne Erfahrung für die beiden. Nach dem Aquarium ging es zuerst zum Yaquina Head, einem weiteren Leuchtturm an Oregons Küste. An Oregons Küste steht alle ca. 30 Meilen ein Leuchtturm, von denen jeder eine einzigartige Lichtsignatur hat (als Wiedererkennungs-symbol). Danach holten wir den Kindern erstmal beim Schachtelwirt und danach uns beim Thai etwas zu Essen. Nach einem kurzen Abstecher zum originalen Yaquina Head fuhren wir zu unserem heutigen Zielort, dem South Beach State Park mit dem gleichnamigen Campground. Wir richteten uns so gegen 19 Uhr ein und gingen danach nochmal kurz zum Strand. Die Sonne kam wie auf Befehl noch einmal hervor und die Kinder spielten nochmals am Strand und Wasser. Gegen 20 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zum WOMO. Dort sitzen wir nun, die Kinder schauen noch einen Sandmann und Katha und Ich tippen unsere Tagesberichte. Heute geht es etwas früher ins Bett als die letzten Tage weile wir morgen pünktlich um 10 Uhr in Depoe Bay zu einer Whalewatchingtour sein wollen. Möge das Meer nicht so rau sein. Gute Nacht

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Tag 12 - Sand wie Sand am Meer

Servus, Grüezi und Hallo,

 

nach einer wieder reichlich kühlen Nacht und einem gemeinsamen Frühstück ging es für uns als erstes nach Bandon. Dort besuchten wir zuerst den Aussichtspunkt auf „Devils Kitchen“ und gingen dort ein paar Minuten an den Strand. Danach führte uns unser Weg zu einem wenn nicht dem Wahrzeichen von Bandon...dem Facerock. Das ist ein Felsen inmitten des Ozeans, der wie das Gesicht einer Schönheit im Meer aussieht. Leider war es hier und an großen Teilen der Küste ziemlich neblig und die Schönheit war nur zu erahnen. So fuhren wir weiter zur Bandon Fish Hatchery in der Hoffnung, dort etwas frischen Fisch (am liebsten Lachs) zu ergattern aber die Teiche waren alle leer. Sie wurden vor nicht allzu langer Zeit geleert. So zogen wir unverrichteter Dinge ab und suchten uns in Bandon einen Fischladen. Dort erstanden wir einige Filets von der Steelhead Forelle und ein paar Shrimps sowie Seetang Salat. Danach ging es in ein nur ein paar Schritte entferntes Restaurant, welches Fish & Chips anbietet. Die anstehenden Menschen deuteten an, dass das Essen hier nicht schlecht sein kann und auch die Bewertungen im Internet waren durchweg positiv. Also ging es hinein, etwas bestellt und dann eine gute halbe Stunde gewartet. Wir hatten eine Box mit Kabeljau und eine Box mit Heilbutt. Der Fisch war schön knusprig frittiert und auch die Pommes waren sehr schön knusprig und schmackhaft. Dazu gab es noch Coleslaw bzw. Toast.

Eine Remoulade mit reichlich Knoblauch rundete das ganze ab. Es war alles sehr lecker wobei der Heilbutt insgesamt etwas fester aber auch aromatischer war. Die Kinder (vor allem Henrietta) haben sehr gut gegessen und es hätte am Ende sogar noch etwas mehr sein dürfen. Danach fuhren wir weiter gen Norden in Richtung Florence. Dabei kamen wir zwangsläufig am Oregon Dunes National Recreation Area vorbei. Einer riesigen Dünen- landschaft entlang der Küste von Oregon. Wir hielten am John Dellenback Dunes Trailhead und wanderten den kurzen Trail zu den Dünen. Die Kinder waren total fasziniert von diesen riesigen Sanddünen und tollten (zusammen mit uns) überschwänglich durch den Sand. Wir kletterten auf die höchste erreichbare Düne und machten einen Wettlauf wieder hinunter. Das war schon ein Spaß. Weiter ging es dann für uns zum Umpqua Lighthouse und zur Freude von Katha und Jonas, konnte man auch noch eine Führung durch den Leuchtturm buchen. Jonas war wenig bis gar nicht an den für ihn sowieso unverständlichen Ausführungen der Führerin interessiert. Für ihn zählte nur der Gang in bzw. auf den Leucht- turm. Erstmal im Leuchtturm angekommen zog es ihn nach oben und dort schummelte er sich in den Bereich der Linse wo sonst niemand hin darf. Da auch niemand anders dort war drückte die Führerin mal beide Augen zu. Dies war ein Abenteuer ganz nach Jonas´ Geschmack. Nun ging es für uns zum heutigen Etappenziel...dem Carl G. Washburn State Park und dem gleichnamigen Campground. Gegen 18.45 Uhr kamen wir an, bezogen wir unsere Site, schmissen den Grill an und grillten den heute erworbenen Fisch sowie die Garnelen. Ein durchaus leckeres Vergnügen. Eine paar Grillwürste hatten wir noch und auch diese landeten heute noch auf dem Grill. Jetzt sind wir gut gesättigt. Jonas und ich gingen noch im campgroundeigenen Duschhaus duschen und nach einem Sandmann geht es jetzt für uns alle ins Bett. Gute Nacht

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Dienstag, 13. Juni 2023

Tag 11 - Good Bye California

N´abend allerseits,

 

wie der Titel schon sagt verließen wir Kalifornien heute schon wieder. Nachdem der Bär in der letzten Nacht wohl doch nicht kam (obwohl...Katharina meinte irgendwann in der Nacht ein rumpeln draußen gehört zu haben) frühstückten wir erstmal gemeinsam (wie üblich). Danach fuhren wir erstmal ein paar Meilen nach Süden zu den „Trees of mystery“ einer ziemlichen Touristenfalle vor deren Eingang aber die riesige Figur von Paul Bunyan und seinem Ochsen Babe steht. Nach ein paar Fotos und einem obligatorischen Besuch im Giftshop fuhren wir wieder nach Norden (diese gute Stunde hätte wir uns eigentlich sparen können, fehlte sie doch hintenraus ein bisschen). Unser erstes Ziel war heute der Walmart in Crescent City. Wir mussten mal wieder unsere Vorräte auffüllen. Das Einkaufen mit Henrietta und Jonas in so einem Walart Supercenter gleicht einem Besuch in der Spielewelt im Hasseröder Ferienpark...die beiden drehen völlig frei und man ist kurz davor, den beiden den Hals umzudrehen. Spaß macht das nicht wirklich und die Leute gucken schon ab und zu ein wenig pickiert. Nachdem wir wieder 156 Dollar los waren ging es weiter in Richtung Brookings in Oregon. Dort suchten wir eine Dumpstation aus, um unsere Abwassertanks zu leeren. Auf dem Campingplatz der letzten Nacht war dies leiden nicht möglich. Die Daumstation lag im Harris Beach State Park und wir nutzten die Gelegenheit, mit den Kindern an den Strand zu gehen. Nachdem wir anfänglich das Gefühl hatten, es wäre doch ziemlich kühl merkten wir schnell, dass wir mit unseren dicken Klamotten overdressed waren. Die Kinder liefen plötzlich im Schlüpper rum und tollten im doch ziemlich kalten Pazifikwasser herum. Sie waren in ihrem Element und der Ärger der vergangenen Einkauftour war schnell vergessen. Gegen 16 Uhr machten wir uns dann langsam auf den Weg in Richtung unseres heutigen Etappenziels, des Cape Blanko Stateparks und des dazugehörigen Campgrounds. Hier sind wir im Prinzip nur einen Steinwurf vom Pazifik entfernt, allerdings sind noch einige Bäume dazwischen also sieht man das Wasser nicht. Zum Abendessen gab es heute mal wieder Hotdogs vom Grill. Auch vorm und beim Abendessen benahmen sich die Kinder wie aufgezogen und malten sich mit Ketchup rote Punkte ins Gesicht. Nachdem sich die beiden zum Malen in das WOMO zurückgezogen hatten beruhigten sich die Gemüter wieder. Katharina bearbeitete derweil ihr Fotos und ich kümmerte mich weiter um das Feuer. Ein paar Rehe nutzten die Gelegenheit und schauten sich neugierig nur ein paar Meter von uns um. Sie sind an den Menschen gewöhnt und haben nichts zu befürchten. Jetzt ist es auch schon fast wieder 22 Uhr und die Kinder schauen noch einen Sandmann. Gleich geht es ins Bett und Morgen warten dann hoffentlich wieder viele neue Abenteuer auf uns. Gute Nacht.

 

Katharina, Michael, Henrietta und Jonas








 

Tag 22/23 - Good Bye USA - Hallo Deutschland

  Ein letztes Mal herzlich willkommen,   heute hieß es, endgültig Abschied zu nehmen. Zuerst konnten wir aber richtig ausschlafen denn der F...